Über die Rettungsdrohnenstaffel

Die Rettungsdrohnenstaffel befindet sich aktuell noch im Aufbau, ihre uneingeschränkte Einsatzbereitschaft erwarten wir im Sommer 2021.

Bild: Ausbildungsdrohne

Seit Frühjahr 2020 befinden wir uns im Aufbau einer Rettungsdrohnenstaffel. Sie bildet den Bereich der sogenannten technischen Ortung innerhalb des Zuges Ortung und arbeitet eng mit der Rettungshundetaffel (biologische Ortung) zusammen.

Mithilfe eines unbemannten Luftfahrzeugs/Multikopter (ugs. Drohne) können wir unsere  Rettungshundeteams am Boden maßgeblich unterstützen.

Dafür erzeugen wir zur Optimierung unserer Einsatztaktik aktuelle Luftbilder vom Einsatzgebiet. So können wir beispielsweise eine Übersicht über unsere Suchgebiete erhalten und die vor Ort tagesaktuelle Geländebeschaffenheit wie Bodenbewuchs, Gewässer, Vegetation und größere Hindernisse/Gefahren in Erfahrung bringen und das direkt an unsere Einsatzabschnittsleitung und Hundeführer weitergeben.

Vor allem aber können wir die vermissten Personen durch den Einsatz einer hochauflösenden Wärmebildkamera am Multikopter direkt aufspüren (z.B. über großen freien Flächen oder in bisher für unsere Hundeführer unzugänglichen Bereichen).

Unsere ehrenamtlichen Fernpiloten und Helfer erfahren dafür eine umfangreiche theoretische und praktische Ausbildung, sowie eine teilweise Grundausbildung als Helfer des DRK im Katastrophenschutz.

Die Ausbildung dauert etwa ein bis anderthalb Jahre. Für die Ausbildung an der Drohne und mit der Wärmebildtechnik ist es denn auch wichtig, die Grenzen der Einsatzfähigkeit und der Technik ausreichend zu kennen und genügend Erfahrung im Team, mit der Technik und in der Thermografie zu sammeln, insbesondere auch unter den vielen verschiedenen und oft schwierigen Einsatz-Umständen.

Eine Einheit besteht aus einem Truppführer und einem ausgebildeten Fernpiloten, der die Drohne steuert und für den Flug verantwortlich ist, sowie einem Luftraumbeobachter, der den Luftraum und die Drohne die ganze Zeit im Auge behält und den Fernpiloten bei möglichen Gefahren informiert (z.B. sollte sich ein anderes Luftfahrzeug nähern) und einem Sichter/Auswerter, der das aktuelle Bild der Drohne (Standard-Kamera oder Wärmebildkamera) an einem zweiten Bildschirm verfolgt und auswertet und den Piloten bei der Personen-Suche oder Lagebilderstellung anweist.

Sie haben Interesse mitzuwirken?

Wir freuen uns über interessierte neue Fernpiloten oder auch Helfer, die nur in einzelnen Bereichen mithelfen können. So benötigen wir beispielsweise auch Fahrer, Techniker, die unsere Ausrüstung warten, Funker oder natürlich auch Versteckpersonen für unsere Einsatzübungen. Bei Interesse melden Sie sich über unseren Kontaktbereich. Weitere Informationen finden Sie auch im Bereich der häufig gestellten Fragen.